Grandioses Kirchenkonzert

Die Wemmetsweiler Pfarrkirche St. Michael war in der vergangenen Woche Schauplatz eines außergewöhnlichen Konzert-Events. Das Sinfonische Blasorchester Wemmetsweiler unter der Leitung von Stefan Barth hatte zu einem ganz besonderen Konzert eingeladen: der Organist Franz Schloder, der teils gemeinsam mit dem Orchester, teils als Solist an der "Königin der Instrumente" auftrat, wurde als herausragender Solist vorgestellt.
Mit dem Vortrag der Orgelsonate c-Moll von Felix Mendelsohn-Bartholdy meisterte Schloder das technisch und musikalisch anspruchsvolle Werk mit Bravour und konnte sein musikalisches Talent mit der Canzonetta op 156/3 von Josef Rheinberger und fein abgestimmten Klangfarben der Wemmetsweiler Orgel unter Beweis stellen. Franz Schloder begleitete auf der Orgel auch die Flötistinnen Anna Scherschel und Maja Schönenberger, die neben ihrem Part im Orchester solistisch mit einem brillant vorgetragenen Satz aus dem Trio G-Dur von Johann Christian Bach überzeugten.
Die vom Sinfonischen Blasorchester Wemmetsweiler vorgetragenen Werke bildeten die Klammer um die solistischen Kostbarkeiten. Das Werk "Endless Rainbows" füllte gleich zu Beginn den gut besuchten Kirchenraum mit zarten Klangfarben und zeigte die Fähigkeit des Orchesters zu einer sehr differenzierten Spielweise. Das hochdramatische Programmwerk "Watchman, tell us of the Night" von Mark Camphouse beschrieb mit vielen Klangeffekten und einer modernen Tonsprache den Kampf Gut gegen Böse, wie er sich nach der Vorstellung des Komponisten in kindlichen Träumen - mit einem guten Ende - abspielt. Das Orchester zeigte unter der engagierten und differenzierten Stabführung von Stefan Barth eine herausragende Leistung und überzeugte mit einem ausgewogenen, empathischen Vortrag, in dem auch die technischen Schwierigkeiten des Werkes wie selbstverständlich gemeistert wurden.
"Hermitage", ein musikalischer Gang durch eine Museums-Galerie, zeigte erneut die Wandlungsfähigkeit und die musikalische Souveränität des Orchesters, das in allen Musikstilen zuhause ist. Mit dem letzten Satz der Orgelsinfonie von Camille Saint-Saens führte das Orchester gemeinsam mit Franz Schloder das Konzert zu einem grandiosen, klanggewaltigen Finale. Standing Ovations für die herausragende Leistung aller Beteiligten und als Zugabe eine besondere Version des Te Deum ("Großer Gott, wir loben Dich"), das gemeinsam von Orchester, Orgel und dem Gesang der begeisterten Zuhörer getragen wurde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle:Blickpunkt Merchweiler
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